Die 

Elektromobilität

Unterwegs im Morgen.

Electric car charging in a modern indoor station promoting sustainability and energy efficiency.

Das alles erfährst du hier

Das Elektroauto

Die Blütezeit des Elektroautos liegt zwischen 1881-1890. Nach der Erfindung des Gleichstrommotors durch Thomas Davenport entwickelte der Franzose Gustave Trouvé sein elektrisches Dreirad – Trouvé Tricycle – mit wiederaufladbarer Bleibatterie und stellte es auf der internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris vor. Der Benziner setzte sich jedoch schlussendlich mit der Erfindung des Anlassers, der deutlich höheren Reichweite und durch die massenhaft zunehmende Anzahl an Tankstellen durch fallende Ölpreise durch.

1996 folgte ein weiterer Vorstoß von General Motors mit dem EV1, das vollständig von Grund auf als Elektroauto konstruierte Serienfahrzeug. Dieses konnte allerdings nur geleast werden. Die kuriose Vertriebspolitik von General Motors führte zur Produktionseinstellung.

Der endgültigen Durchbruch und die Weltweite Der endgültige Durchbruch und die weltweite Renaissance für Endkunden starteten mit dem batteriebetriebenen Tesla Roadster (2008, erstes Serien-E-Auto mit Lithium-Ionen-Akkus) und dem Nissan Leaf (2010).

Das Elektroauto polarisiert seit seiner Markteinführung – 2008/2010 Massenmarkt. Es spaltet die Gemüter, ruft gleichermaßen Bewunderung wie Ablehnung hervor. Für die einen ist es der ultimative Weg in eine umweltfreundliche Mobilität mit vielen Vorzügen. Steuerliche Begünstigungen, höherer Wirkungsgrad, geringere Betriebskosten, positive Klimabilanz, bequemes Laden von Zuhause und eine höhere Beschleunigung sprechen ganz deutlich für Elektromobilität. Die anderen bringen eine Reihe von Gründen gegen die Nutzung hervor. Viele dieser Klischees, wie eine zu geringe Reichweite, zu hohe Strompreise, eine schlechte Umweltbilanz wegen der Batterie, zu wenige Ladestationen, ein hoher Preis im Unterhalt oder dass sie schnell Feuer fangen und explodieren, halten sich hartnäckig.

Vorzüge der Elektromobilität

Steuerliche Begünstigungen

Reine Elektroautos sind von der regulären Kfz-Steuer befreit. Die Steuerbefreiung gilt für einen Zeitraum von 10 Jahren. Nach Ablauf reduziert sich die reguläre Steuer um 50%.

Das Elektroauto als Firmenfahrzeug. Die 1-Prozent-Regelung ist die Standardmethode zur Versteuerung eines Firmenfahrzeugs, das auch privat genutzt wird. Monatlich wird pauschal 1 Prozent des Bruttolistenpreises (Neupreis inkl. Sonderausstattung) als geldwerter Vorteil versteuert. Bei einem Elektrofahrzeug mit einem Bruttolistenpreis bis 100.000 € liegt nun die Versteuerungspauschale bei 0,25 Prozent. Plug-in-Hybride als Firmenfahrzeug werden mit  0,5-Prozent versteuert.

Das Laden eines Firmenfahrzeuges auf dem Betriebsgelände ist für Arbeitnehmer steuerfrei und muss nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden.

Sonderabschreibung für Unternehmen: Für E-Autos, die betrieblich genutzt werden, gibt es für Unternehmen eine Sonderabschreibung (Degressive Abschreibung), mit der 75 Prozent der Anschaffungskosten bereits im Investitionsjahr abgeschrieben werden können.

Höherer wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad zeigt, wie viel der zugeführten Energie bei der Fortbewegung des Fahrzeugs umgesetzt wird. Bei Strom wird von Primärenergie aus erneuerbaren Energien ausgegangen. Hier wird rechts der Anteil der Energie gezeigt, der tatsächlich zur Fortbewegung genutzt wird, und links der Anteil der Energie, der auf dem Weg von der Energiequelle bis zum Rad (Well-to-Wheel) verloren geht.

So sind es bei Elektroautos 64 Prozent für Fortbewegung und 36 Prozente für Well-to-Wheel; bei Brennstoffzellen-Pkws sind es 27 Prozent für Fortbewegung und 73 Prozent Well-to-Wheel und bei Benzinern 20 Prozent für Fortbewegung und 80 Prozent für Well-to-Wheel.

Die Effizienz der Elektroautos  liegt in der direkten Umwandlung der Energie und in den geringen Verlusten. Elektromotoren wandeln elektrische Energie direkt in Bewegung um. Im Gegensatz dazu müssen in einem Verbrenner zur Energiegewinnung fossile Kraftstoffe explosionsartig verbrennen, dabei geht ein Großteil als Abwärme und Abgase verloren. Der Reibungsfaktor ist deutlich niedriger als Bei einem Verbrenner. Ein Elektromotor hat weniger bewegliche Teile als ein Verbrennungsmotor.

Ein weiterer Faktor für die Effizienz ist die Rekuperation. Unter Rekuperation versteht man die Rückgewinnung von Energie. Am bekanntesten ist sie bei Elektroautos und Hybridfahrzeugen, wo sie als Generator beim Bremsen oder Rollen Bewegungsenergie in Strom umwandelt und den Akku auflädt, um die Reichweite zu erhöhen.

Geringe Betriebskosten

Die steuerlichen Vorteile  wurden bereits oben genannt. Auch die Versicherungsangebote  fallen auf Vergleichsportalen um bis zu 34 Prozent günstiger aus.

Deutlich niedrigere Antriebskosten je 100 Km:

5,86 €/ E-Auto   //   8,38 €/ Diesel   //   13,34 €/ Benziner.

Mit einer eigenen PV-Anlage und einer Wallbox lassen sich die Antriebskosten je 100 km nochmal erheblich reduzieren.  

Durch bauliche Vorteile bei einem Elektroauto sinken die Wartungskosten erheblich – kein Ölwechsel, keine Abgasanlage,  kein Zahn- oder Keilriemen, keine Kupplung. Durch die Rekuperation (Bremsenergierückgewinnung) werden die Bremsen geschont. Die Kosten für die Hauptuntersuchung (HU) sind niedriger, da die Abgasuntersuchung (AU) entfällt.

Die Umweltbilanz